
Sam Mendes
Sir Samuel Alexander Mendes CBE (geboren am 1. August 1965) ist ein britischer Film- und Theaterregisseur, Produzent und Drehbuchautor. Im Jahr 2000 wurde Mendes für seine Verdienste um das Theaterwesen zum CBE ernannt; 2020 wurde er im Rahmen der „New Year Honours List“ in den Adelsstand erhoben. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde Mendes von der Alfred Toepfer Stiftung in Hamburg mit dem Shakespeare-Preis ausgezeichnet. 2005 erhielt er einen Preis für sein Lebenswerk von der Directors Guild of Great Britain. Im Jahr 2008 platzierte ihn der *Daily Telegraph* auf Rang 15 seiner Liste der „100 einflussreichsten Persönlichkeiten der britischen Kultur“.
Mendes wurde in Berkshire als Sohn eines katholischen Vaters aus Trinidad und einer englisch-jüdischen Mutter geboren und wuchs in Nord-London auf. Er studierte Anglistik am Peterhouse College der Universität Cambridge. Dort begann er bereits mit der Inszenierung von Theaterstücken, bevor er zum Donmar Warehouse wechselte – einem Zentrum der Londoner Theaterkultur der 1990er Jahre. Im Theaterbereich ist er vor allem für seine düsteren Neuinterpretationen der Musicals *Cabaret* (1993), *Oliver!* (1994), *Company* (1995) und *Gypsy* (2003) bekannt.
Mit *Charlie and the Chocolate Factory* (2013) inszenierte er erstmals ein eigens für das Londoner West End geschriebenes Musical. Für seine Arbeit an den Londoner Bühnen wurde Mendes mit drei Laurence Olivier Awards ausgezeichnet: für die Inszenierungen von *Company*, *Twelfth Night* und *The Ferryman*. Am Broadway gewann er zwei Tony Awards für die „Beste Regie eines Theaterstücks“: für *The Ferryman* im Jahr 2019 und für *The Lehman Trilogy* im Jahr 2022.











