
Warren Harding
Warren Harding, geboren am 18. Juni 1924, gestorben am 27. Februar 2002, war eine bedeutende und einflussreiche Persönlichkeit des amerikanischen Klettersports zwischen den 1950er und 1970er Jahren.
Harding, der aufgrund seiner Angewohnheit, viele Tage lang an senkrechten Wänden zu hängen, und seines ikonoklastischen Charakters den Spitznamen „Batso“ erhielt, ist vor allem als Anführer des ersten Teams bekannt, das 1958 die berühmte Granitformation El Capitan im Yosemite Valley bestieg. Ihre Route, „The Nose“ genannt, überschritt 880 Meter und zählt zu den imposantesten Granitmonolithen der Welt. Der 13-tägige Aufstieg erforderte sorgfältige Vorbereitung und bemerkenswerte Hartnäckigkeit. Harding und seine Begleiter trotzten rauen Wetterbedingungen und arbeiteten die ganze Nacht durch, um die Griffe zu befestigen.
Harding stammte aus einer Familie aus Iowa und wuchs in Downieville, Kalifornien, in einer historischen Goldgräberregion nahe dem Lake Tahoe auf. Er begann zunächst mit dem Wandern, bevor er sich Anfang der 1950er Jahre dem technischen Klettern zuwandte. Er fand, dass dieser Sport ihm lag und eher Ausdauer als ausgefeilte Technik erforderte. Schnell entwickelte er sich zu einer aktiven Figur in der aufstrebenden Yosemite-Community, wo das Bigwall-Klettern florierte.




