
Alexandra Sorina
Alexandra Sorina, russisch Александра Зорина, gebürtig Александра Цвикевич / Alexandra Zwikewitsch (* 5. September in Baranowitschi, Russisches Kaiserreich; † 31. Mai 1973 in San Rafael, Kalifornien, USA) war eine russische Schauspielerin.
Die gebürtige Weißrussin Alexandra Zwikewitsch, ältestes von vier Geschwistern, wollte eigentlich Konzertpianistin werden, studierte aber inmitten des Ersten Weltkriegs auf Wunsch der Mutter in Sankt Petersburg Zahnmedizin. 1917 floh die Familie vor den Revolutionswirren nach Polen, wo die junge Zahnärztin eine Praxis eröffnete. In Warschau wurde die attraktive Exilantin von einem Filmstudio angesprochen und gefragt, ob sie nicht Lust habe, als Filmschauspielerin zu arbeiten. Daraufhin wurde die UFA auf die Nachwuchskünstlerin aufmerksam und holte sie unmittelbar nach Kriegsende nach Berlin.
Im deutschen Film der 1920er Jahre machte sie als Alexandra Sorina rasch Karriere und spielte (zum Teil tragende) Rollen an der Seite renommierter Kollegen wie Harry Liedtke, Reinhold Schünzel, Emil Jannings, Asta Nielsen, Lionel Barrymore und Conrad Veidt. Letzter war ihr Partner in ihrem wohl bedeutendsten und bekanntesten Film, der österreichischen Produktion Orlac’s Hände, einem Klassiker des Phantastischen Kinos. Der Übergang zum Tonfilm – sie war nur mit dem Part einer Hofdame in Adolf Trotz’ Rasputin-Film zu sehen – gelang Alexandra Sorina kaum, und nach der Heirat mit dem exilrussischen Filmproduzenten Serge Otzoup verließ sie 1932 das Filmgeschäft.


