
Samuel Fuller
Samuel Michael Fuller (12. August 1912 – 30. Oktober 1997) war ein US-amerikanischer Drehbuchautor, Romanautor und Filmregisseur, der für seine Low-Budget-Genrefilme mit kontroversen Themen bekannt war.
Er wurde als Samuel Michael Fuller in Worcester, Massachusetts, geboren. Seine Eltern waren Benjamin Rabinovitch, ein jüdischer Einwanderer aus Russland, und Rebecca Baum, eine jüdische Einwanderin aus Polen. Nach der Einwanderung in die USA änderte die Familie ihren Nachnamen von Rabinovitch in „Fuller“, möglicherweise inspiriert von einem Arzt, der mit der Mayflower nach Amerika gekommen war. Bereits mit zwölf Jahren begann er als Laufbursche für eine Zeitung zu arbeiten. Mit 17 Jahren wurde er Kriminalreporter in New York City und arbeitete für den „New York Evening Graphic“. Er enthüllte den Tod von Jeanne Eagels. Ab Mitte der 1930er-Jahre schrieb er Groschenromane und Drehbücher. Fuller arbeitete auch als Drehbuch-Ghostwriter, verriet aber in Interviews nie, welche Drehbücher er verfasst hatte, mit der Begründung: „Dafür ist ein Ghostwriter ja da.“
Während des Zweiten Weltkriegs trat Fuller der Infanterie der US-Armee bei. Er war dem 16. Infanterieregiment der 1. Infanteriedivision zugeteilt und erlebte schwere Kämpfe. Er war an Landungen in Afrika, Sizilien und der Normandie beteiligt und kämpfte auch in Belgien und der Tschechoslowakei. 1945 war er bei der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Falkenau anwesend und drehte 16-mm-Filmmaterial, das später in der Dokumentation „Falkenau: The Impossible“ verwendet wurde. Für seinen Einsatz wurde er mit dem Bronze Star, dem Silver Star und dem Purple Heart ausgezeichnet. Fuller verarbeitete seine Kriegserlebnisse in seinen Filmen, insbesondere in „The Big Red One“ (1980), dem Spitznamen der 1. Infanteriedivision.











