
Eva Schloss
Eva Schloss ist eine Überlebende des Holocaust und wird durch die spätere Ehe von Anne Franks Vater Otto mit Evas Mutter als Anne Franks Stiefschwester benannt.
Kurz nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland im Jahr 1938 emigrierte die jüdische Familie Geiringer nach Belgien und schlussendlich in die Niederlande. Im Mai 1944 wurde sie verraten, von den Nationalsozialisten gefangen genommen und in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gebracht. Evas Vater und Bruder überlebten das Lager nicht, ihre Mutter und sie selbst wurden am 27. Januar 1945 von sowjetischen Truppen befreit. Anschließend kehrten beide wieder in die Niederlande nach Amsterdam zurück, wo Eva ihre schulische Ausbildung fortsetzte und anschließend Kunstgeschichte an der Universität von Amsterdam studierte. Ihre Mutter heiratete 1953 Otto Frank, den Vater von Anne Frank. Zu Anne Frank selbst hatte sie keinerlei Kontakt. In Eva Schloss’ Autobiografien Evas Geschichte und Amsterdam 11. Mai 1944. Das Ende meiner Kindheit ist dies anders dargestellt. Dort heißt es, dass die Familien Frank und Geiringer in Amsterdam im Häuserblock gegenüber auf der gleichen Etage wohnten. Eva sei ab und zu in der Frankschen Wohnung gewesen und beschreibt, auch in einem Interview mit Spiegel online, übliche Kontakte zu dem fast gleichaltrigen Nachbarsmädchen.
Eva Schloss berichtet in Bildungseinrichtungen über ihre Erlebnisse im Holocaust. Für ihren Einsatz zeichnete die Northumbria University Eva Schloss 2001 mit der Ehrendoktorwürde aus. Eva Schloss war Mitgründerin des Anne Frank Trust in Großbritannien.


