
Leonard Lansink
Leonard Lansink wuchs bei seinen Großeltern in Gelsenkirchen-Rotthausen auf. Sein Großvater, der als Metzger tätig war, trug den gleichen Namen. Von seiner Mutter wurde Lansink nach seiner Geburt im Krankenhaus zurückgelassen, seinen Vater wie auch die Großeltern väterlicherseits lernte er nicht kennen. Mit seiner Mutter pflegte Lansink später gelegentlichen Kontakt. Ebenso lernte er später seine Halbschwester kennen. Seinen Halbbruder hingegen traf er noch nicht. Alle drei Halbgeschwister haben unterschiedliche Väter, Lansink ist der älteste der drei Halbgeschwister. Er absolvierte 1974 sein Abitur am Bischöflichen Gymnasium Am Stoppenberg in Essen. Hier lernte er – inspiriert durch Jethro Tull – Querflöte zu spielen. Nach dem anschließenden Zivildienst in einem Blindenheim begann er ein Medizinstudium, das er nach sechs Semestern abbrach. Darauf besuchte er die Essener Folkwangschule, um Schauspieler zu werden.
Im Anschluss seiner Schauspielausbildung hatte Lansink Engagements an den Bühnen in Essen, Bochum und Oberhausen. 1980 gründete er eine eigene Theatergruppe, in der er Regie führte und selbst spielte. So inszenierte er Stücke wie Wolf Biermanns Der Dra-Dra, Johann Wolfgang von Goethes Urfaust und François Villons Das Testament. Er trat zudem an freien Theatern und beim Münchner Theaterfestival auf. Gemeinsam mit Heinrich Schafmeister stand er in zahlreichen Theatervorstellungen auf der Bühne.
In Fernsehfilmen wirkte er in Nebenrollen, so etwa in der Bestseller-Verfilmung Der stille Herr Genardy (1997) oder in Stefan Lukschys Romanverfilmung Ich liebe meine Familie, ehrlich (1999) an der Seite von Suzanne von Borsody. 1997 erhielt er bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels einen Sonderpreis für die darstellerische Leistung im ZDF-Film Nur für eine Nacht.











