
Richard Kruspe
Kruspe, der von Freunden auch „Scholle“ genannt wird, wuchs mit seinen Eltern, zwei Schwestern und einem Bruder in Wittenberge auf. Im Alter von vier Jahren begann er Jazz-Gitarre zu spielen. In seiner Jugendzeit war Kruspe ein erfolgreicher Ringer. Er rang bei der BSG Lok Wittenberge und wurde Jugendmeister der DDR. Nach der Schule arbeitete er zunächst als Kassierer und absolvierte anschließend eine Ausbildung als Koch.
Im Alter von 19 zog er nach Berlin in den Bezirk Prenzlauer Berg. Kruspe bezeichnet diese Zeit heute als „einsame Zeit“, weil er nie richtig Anschluss fand und viel alleine Gitarre spielte.
Nach eigener Aussage sei er durch seine Tätigkeit als Musiker und aufgrund hinterzogener Steuern in den Fokus der Stasi geraten, die ihn daraufhin zur Inoffiziellen Mitarbeit erpressen wollte, jedoch ohne Erfolg. Am 10. Oktober 1989 kam er zufällig in eine Demonstration gegen das DDR-Regime. Dabei wurde er verletzt und für sechs Tage ins Gefängnis gesperrt. Kurze Zeit später verließ er über die Tschechoslowakei und Ungarn die DDR.











