
Anita Garvin
Anita Garvin (11. Februar 1907 – 7. Juli 1994) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Komikerin, die sowohl in Stumm- als auch in Tonfilmen mitwirkte. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit den Komikern Laurel und Hardy sowie Charley Chase.
Garvin wurde in New York City geboren. Ihre beiden Schwestern, die im Varieté tanzten, förderten ihr Talent. Mit zwölf Jahren log sie einen Agenten an und gab sich als „fast sechzehn“ aus, um eine Rolle als Badenixe in einer von Mack Sennetts Bühnenshows zu ergattern. Im darauffolgenden Jahr trat sie den Ziegfeld Follies bei. Sie war stolz darauf, als einzige Frau Will Rogers’ Seile berühren zu dürfen. Außerdem wirkte sie in Earl Carrolls „Vanities“ mit.
Garvin ging mit dem Musical „Sally“ auf Tournee und blieb zwei Spielzeiten lang dabei. Als die Tournee 1924 endete, beschloss sie, in Kalifornien zu bleiben. In Hollywood begann Garvin für die Komödien der Christie Film Company zu arbeiten. Sie erinnerte sich daran, wie ihr Co-Star Bobby Vernon Butter auf den Boden fallen ließ, worauf sie trat und hinfiel – ein Moment, der ihre Karriere als Komikerin besiegelte. Charles Lamont holte sie zu Educational Pictures. 1926 nahm Hal Roach sie unter Vertrag. Sie wirkte in zahlreichen Stummfilmen mit Charley Chase, James Finlayson und Max Davidson mit und übernahm gelegentlich Nebenrollen in Spielfilmen. Mit ihrer Größe von etwa 1,83 m und ihrem „majestätischen Antlitz und ihrem ausdruckslosen Gesichtsausdruck“ war sie die perfekte komische Partnerin.











