
Sepideh Farsi
Sepideh Farsi (Persisch: سپیده فارسی) ist eine iranische Filmemacherin, geboren 1965 in Teheran.
Geboren 1965 in Teheran als Tochter eines im Bauingenieurwesen tätigen Vaters und einer arbeitslosen Mutter, nahm Sepideh Farsi an zahlreichen Demonstrationen teil und dokumentierte diese fotografisch. Im Alter von 16 Jahren wurde sie verhaftet, weil sie einen politischen Dissidenten versteckt hatte; daraufhin wurde sie für acht Monate in Maschhad inhaftiert. Nach ihrer Freilassung erhielt sie ein Universitätsverbot und ging ins Exil nach Frankreich.
1984 traf sie in Paris ein und nahm ein Mathematikstudium auf. Im Alter von 19 Jahren fühlte sie sich jedoch zunehmend zu den bildenden Künsten hingezogen. Sie begann zu fotografieren, bevor sie ihre ersten Kurzfilme realisierte. Einer ihrer ersten Filme war der Dokumentarfilm über die iranische Diaspora mit dem Titel *The World Is My Home*. Im Jahr 2000 setzte sie ihre Arbeit mit einem Porträt des indischen Filmemachers Homi D. Sethna fort – schlicht betitelt *Homi D. Sethna, Film-maker* –, das beim Bombay Film Festival mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet wurde. 2001 führte sie Regie bei *Men of Fire*, einem Spielfilm, der den Feuerwehrleuten von Teheran gewidmet ist. 2003 inszenierte sie mit *Maryam's Journey* einen weiteren Spielfilm, der sich dem Thema Identität widmet; der Film bewegt sich im Grenzbereich zwischen Fiktion und Reportage und folgt der Reise einer jungen Iranerin, die in Paris lebt und in ihre Heimat zurückkehrt, um in den Straßen Teherans nach ihrem Vater zu suchen. Mit einem vergilbten Foto in der Hand befragt sie Passanten und Ladenbesitzer.





