Erkunden

Curator

Langue

Marianne Simson

Marianne Simson

Schauspiel·29. Juli 1920·15. Juli 199271 Jahre·Berlin, Germany

Marianne Simson wurde 1920 in Berlin als Tochter des Versicherungsangestellten John Eduard Simson (1885–1945) und seiner Frau Frida, geb. Kühl (1888–1979) geboren. Sie ist die Schwester des früheren Wolfsburger Bürgermeisters Helmut Simson (1916–2013). 1935 trat sie dem „Bund Deutscher Mädel“ (BDM) bei. Sie erhielt eine Ausbildung im Klassischen Tanz bei Victor Gsovsky und wurde 1935 Tänzerin am Nollendorftheater in Berlin. 1936 wurde sie Tänzerin am Deutschen Opernhaus in Berlin und 1939 am Staatstheater unter Gustaf Gründgens.

Im selben Jahr verkörperte sie das Schneewittchen in dem Film Schneewittchen und die sieben Zwerge. Ihre bekannteste Rolle dürfte die der Frau im Mond in Münchhausen (1943) sein.

1943 stellte Marianne Simson einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP, der aber abgelehnt wurde. Im Juli 1944 zeigte sie Fritz Goes, einen damaligen Major der Wehrmacht, bei der Gestapo an, da er sich in ihrer Gegenwart positiv zum Attentat auf Hitler geäußert hatte. Goes wurde anschließend drei Monate lang in der Gestapo-Haft misshandelt. In der Vernehmung durch den SS-Obersturmbannführer Karl Radl (Adjutant von Otto Skorzeny) und in der Gerichtsverhandlung vor einem Sondergericht des Heeres hielt sie an ihrer Aussage fest, die aber als unglaubwürdig bewertet wurde: Aussagen u. a. von Victor de Kowa, Anneliese Uhlig, dem Filmproduzenten Herbert Engelsing und General Jesco von Puttkamer sorgten für den Freispruch des Angeklagten. Simson beschwerte sich in der Folge noch bei Joseph Goebbels, dass ihrer Denunziation nicht geglaubt wurde.

Marianne Simson | Moodie Movies