
Montgomery Clift
Edward Montgomery Clift (* 17. Oktober 1920 in Omaha, Nebraska; † 23. Juli 1966 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler. Er war einer der ersten, die sich dem Method Acting verschrieben haben. Clift verkörperte besonders häufig sensible und tragische junge Männer; im Laufe seiner vergleichsweise kurzen Filmkarriere erhielt er insgesamt vier Oscar-Nominierungen. Seinen ersten Film drehte er 1948 unter der Regie von Howard Hawks. Er trat in dem Western Red River an der Seite von John Wayne und Walter Brennan auf in der Rolle des Matthew Garth, des Adoptivsohns des von John Wayne dargestellten Großranchers Tom Dunson. Der Film selbst machte den 28-Jährigen über Nacht zum Star, dem eine große Zukunft vorausgesagt wurde.
Seine erste Oscar-Nominierung erhielt Clift für seine Rolle in Die Gezeichneten aus demselben Jahr, in dem er einen GI spielte, der sich im Nachkriegsdeutschland eines Prager Jungen annimmt, der von seinen Eltern getrennt wurde. Der im Oktober 1949 gedrehte Film Ein Platz an der Sonne brachte Clift eine weitere Oscar-Nominierung. In dem Krimi Ich beichte von 1953, bei dem Alfred Hitchcock Regie führte, spielte Clift einen Priester, der unter Mordverdacht gerät. Im Anschluss daran entstand unter der Regie von Fred Zinnemann der Film Verdammt in alle Ewigkeit. Für die Rolle des Soldaten Prewitt, der auf seiner Individualität beharrt, wurde Montgomery Clift zum dritten Mal für einen Oscar nominiert. Im Jahr 1956 – während der Dreharbeiten zu dem Epos Das Land des Regenbaums – erlitt Clift einen schweren Autounfall, von dem er sich psychisch nie mehr erholt hat.
In Die jungen Löwen spielte er 1958 an der Seite von Dean Martin und Marlon Brando. In seinem dritten Film mit Elizabeth Taylor, Plötzlich im letzten Sommer, der Verfilmung eines Bühnenstücks von Tennessee Williams, spielte Clift einen Gehirnchirurgen, der auf Anweisung einer reichen Tante (Katharine Hepburn) bei deren Nichte (Elizabeth Taylor) eine Lobotomie vornehmen soll, damit diese nichts über den Tod ihres homosexuellen Vetters verraten kann.











