
Andre Gregory
Gregory wurde 1934 in Paris als Sohn russisch-jüdischer Eltern geboren. Er studierte an der Harvard University und war dort Mitglied des Adams House.
In den 1960er und 1970er Jahren inszenierte Gregory eine Reihe avantgardistischer Produktionen, die in Ensemblearbeit entstanden. Die bekannteste davon war „Alice im Wunderland“ (1970), basierend auf Lewis Carrolls gleichnamigen Klassikern. 1968 gründete er seine eigene Theatergruppe, The Manhattan Project. 1975 inszenierte er „Our Late Night“, das erste aufgeführte Stück von Wallace Shawn, was den Beginn einer langen Zusammenarbeit der beiden markierte.
Kurz darauf veranlassten Gregorys wachsende Bedenken hinsichtlich der Rolle des Theaters im modernen Leben und seine Wahrnehmung einer faschistischen Tendenz in den Vereinigten Staaten ihn, das Theater abrupt aufzugeben und das Land zu verlassen. Wie im Film „Mein Essen mit André“ (1981) beschrieben, reiste er auf Einladung des Regisseurs Jerzy Grotowski nach Polen, wo er eine Reihe experimenteller Theateraufführungen für privates Publikum entwickelte. Er verbrachte mehrere Jahre in verschiedenen esoterischen spirituellen Gemeinschaften (wie beispielsweise Findhorn) und vertiefte sein Interesse an und seine Praxis in dem, was man als New-Age-Glaubensvorstellungen bezeichnen könnte.











